

| Das erfolgreichste Team kommt aus Leutkirch | ||
Kisslegg (gh) - Wer am Samstag rund um Kißlegg unterwegs war, dem begegneten allerorten rote Feuerwehrfahrzeuge. Kein Großeinsatz, keine Katastrophe, sondern die 25. Orietierungsfahrt der Kreisfeuerwehren, ausgerichtet von der Freiwilligen Feuerwehr Kißlegg. Am erfolgreichsten schnitt das Team aus Leutkirch ab. Die Idee, Übung und Spaßfaktor zu verbinden, war vor 25 Jahren in Kißlegg entstanden und stammt von Günter Aschenbrenner und seinem Nachfolger, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Walter Kuon. „Nie hätten wir uns träumen lassen, dass die Idee auf so fruchtbaren Boden fallen und seither ununterbrochen ausgerichtet würde - jedes Jahr von einer anderen Wehr“, freute sich bei der Siegerehrung Kommandant Kuon. 26 Mannschaften sind dabei Ganz klar, dass die Kißlegger auch die Jubiläumsfahrt ausrichten. 40 Mannschaften hatten sich für den Wettbewerb gemeldet. Am Ende waren es zwar nur 36, damit aber immerhin jede dritte Feuerwehr im Landkreis. Von außerhalb des Landkreises kamen Mannschaften aus Dettingen an der Iller, Hohenems in Vorarlberg und zwei aus Stuttgart Sommerrain. Jede Mannschaft bestand aus sechs Feuerwehrmännern oder -frauen. Gestartet wurde in zwei Klassen. Einmal die großen Löschfahrzeuge (LF / TLF), zum anderen die etwas kleineren Tragkraftspritzen-Fahrzeuge (TSF/ TSF-W). Start und Ziel für die etwa 60 Kilometer lange Rundtour durch das Gemeindegebiet war beim Feuerwehrhaus. An über acht Stationen mussten verschiedene Fragen gelöst werden, die nicht alle nur mit Feuerwehrtechnik zu tun hatten. So gab es zum Beispiel Fotos von zahlreichen Kißlegger Bildstöcken am Wegesrand, die gefunden und benannt werden mussten. Jede Station der Orientierungsfahrt ergab sich aus der vorherigen. Erste Station war auf dem Gelände der Brauerei Farny in Dürren. Dort konntet die Fahrer ihre Geschicklichkeit im zentimetergenauen Rangieren des Fahrzeugs beweisen, während der Rest der Mannschaft knifflige Fragebögen ausfüllte. Auch bei der Zimmerei in Wengen mussten sich die Teilnehmer aufteilen. Es galt, zu zweit zu sägen, Ketten an der Motorsäge zu wechseln, sowie Fragen |
zum Sägen dazu als richtig oder falsch zuzuordnen. Körperliche Fitness galt es beim Seilklettern in der Sporthalle in Waltershofen zu beweisen, mentale Fitness beim Armaturenpuzzle auf dem Sportplatz in Immenried. Was die Feuerwehrleute in Erster Hilfe so drauf haben, überprüfte das DRK Kißlegg im Weiler Holdenreute. Nass ging es zu beim Strandbad am Obersee und bei der Spaßübung am Feuerwehrhaus. Jacke aus, Schwimmweste an und dann im Laufschritt mit dem Schlauchboot zum See. Paddeln bis zum Turm, Gegenstand hochziehen und sich dann von den zwei am Ufer Verbliebenen rückwärts aus dem See ziehen lassen. Sechs Gruppen gingen hier im wahrsten Sinn des Wortes baden. Patschnass, sehr zum Gaudi der Zuschauer, wurden alle Teilnehmer bei der von der Jugendfeuerwehr organisierten Spaßübung. „Wassertransport mit Hindernissen“. Volles Rohr bekam derjenige ab, dem sein Partner mit dem Schlauch Wasser in den Helmaufbau spritzte. Alle Wehren haben den Weg zurück gefunden. Manche mit Umwegen, weil sie sich auf den kleinen Nebenstraßen des Öfteren „verfranzt“ hatten. Fünfeinhalb Stunden war als Zeit für die Orientierungsfahrt geplant. Das Neuravensburger Team schaffte es erst nach siebeneinhalb Stunden, so dass Reinhold Evers, der die ganze Zeit in der Kommandozentrale saß, schon hinterher telefoniert hatte. Kein Anlass zur Sorge, sie hatten nur einen gastfreundlichen Allgäuer Bauern am Wegesrand getroffen. Und Spaß war ja schließlich auch ein Faktor. Bei der Siegerehrung im Festzelt am Abend feierten sich alle Beteiligten mit frenetischem Beifall. Nach dem Motto „Dabei sein ist alles“ erhielten auch die schlusslichter donnernden Applaus. Kreisbrandmeister Oliver Surbeck machte die Verkündung der 36 Platzierungen spannend und wusste zu jeder Wehr noch etwas Persönliches zu sagen. Am erfolgreichsten schnitten die Leutkircher ab. Sie stellten in beiden Sparten die Sieger. Leutkirch Stadt mit 186,5 Punkten, Leutkirch-Urlau mit 166,5 Punkten. |
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| (Quelle: Schwäbische Zeitung vom 23.09.2009) | ||
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